Leserpost
& Rezensionen

 

 

 

 

WAS WIR ZU HÖREN KRIEGEN.
WAS WIR UNS SAGEN LASSEN.




 


1952 erschien "Peters' Synchronoptische Weltgeschichte", zahlreiche Neuauflagen folgten, Generationen haben darin geblättert. (...) Schon während des Studiums verfolgte er seine Idee einer anderen Art der Geschichtsdarstellung: Er wollte kartographisch die zeitlichen Zusammenhänge deutlich machen und so das historische Weltbild neu definieren, auch politisch-philosophisch. Peters, der sich als links verstand und in diesem Spektrum seine Befürworter fand, leitete das Institut für Universalgeschichte in Bremen und verfasste mehrere Standardwerke. Nun, einige Jahre nach seinem Tod, ist eines davon, eben die Synchronoptische Weltgeschichte, für das elektronische Zeitalter erschlossen worden. Das ist durchaus geglückt, und so verhilft es uns auf dem Bildschirm zu einer beeindruckenden Tour d'Histoire - ein ganz neues Geschichtsgefühl.

 
 

 
 


Rezension
Auszug

Deutschlandradio Kultur
1.8.2010, Lesart. Kurz und kritisch

 

 

 

ausgewildert ins Museum?

 


Nach drei Monaten Hineinwühlen/Schaufeln/Blättern/Hinzufügen (Mac- Version): Mein Kompliment für ein ausgezeichnetes, erfreulicherweise leicht sperriges Stück Kultur, das fordert, anregt, nie langweilt.

Kurz: Ein Vergnügen für das kurz- wie das weitsichtige Auge, um Ihren Text aufzugreifen; vor allem, wenn man dem DDP einmal "Nachwissen" verpasst - das habe ich zuletzt nach dem Besuch "Die Chronologie der Bilder" im Städel Frankfurt getan: Dort steht der Peters- Geist ja an den Wänden; mit der auch im Katalog beschworenen "Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen".

Sicher hat die Städel-Redaktion sich von Ihnen inspirieren lassen...

 


Obwohl es ein sinnliches Erlebnis ist, in diesen Folianten zu blättern, scheint dieses Werk erst im digitalen Aggregatzustand seine ganze Kraft zu entfalten. (...)

Zum „Zeitstrahl“ der „Synchronoptischen Weltgeschichte“ kommt jetzt die Darstellungsform der „Zeitscheibe“: Ein Ereignis, ein Name steht im Mittelpunkt - und alles, was damit in Verbindung steht, kreist wie Planeten um diese Sonne. Die Planeten können mit einem Klick wiederum selbst zur Sonne werden - Zeitsprünge, die die Betrachter über den Tellerrand schauen lassen.

Sich auf diese Weise durch die Geschichte zu hangeln, das ist nicht nur sehr lehrreich, sondern auch poetisch und nicht zuletzt so kurzweilig, dass man sich schnell mal bis nachts um drei durch die Weltgeschichte zappt.

 
 
 
 
 
 
 

Rezension
Auszug
 
Frank Schlößer, Weltgeschichte ganzheitlich, 21.7.2012, Internetzeitung für die Hansestadt das-ist-rostock.de
 
 

 

 

Mehr Sprit?
Stärkerer Motor?
Größere Ladefläche?

Schwer zu entscheiden.

 


Ich hatte schon im stillen gehofft, dass Sie mit dem Team weitergehen und das Programm zum Nachtanken "aufbohren" werden. Das wird sehr spannend.

Als ich vor etwa 3-4 Jahren bei Zweitausendeins fragte, ob und wann einmal eine digitale Route für den Peters kommt, hätte ich nicht geglaubt, dass so viel Zähigkeit und Begeisterung sich aufbauen kann.

Kompliment. Ich sehe "Peters Stufe II" schon bei SZ- und FAZ-Kultur-Redakteuren auf den Rechnern ...

 


Aber auch als 'nur' technische Übersetzung des Buches stellt 'Der Digitale Peters' eine Fundgrube für den Unterricht dar, ob zur Begleitung eigener Vorträge oder als medialer Anreiz für Schüler. Die Stichwortfülle dürfte gerade im Schulunterricht als Einstieg (und oftmals auch als Material) für Referate ausreichen, um sich fünftausend Jahre Weltgeschichte zu nähern. Nimmt man das Beispiel 'Wasserwirtschaft', dann finden sich hier 99 Karteneinträge, von der Fruchtbarmachung der süd-mesopotamischen Tiefebene um etwa 2933 vor unserer Zeit (!) bis zum Bau des Assuanstaudamms im Jahr 1964.

 
 

Leitrezension
Auszug

Stefan Müller, Visualisierte Weltgeschichte, marxistisch-alternativ. In: geschichte für heute, 3 (2011)

 

 

 

 
Versehen -
leicht behoben



Respekt vor Ihrer Leistung, den Peters zu digitalisieren.
Er fasziniert mich fast täglich.

Eine kleine Anmerkung jedoch: Für das Jahr 1711 wird in der Zeittafel vermerkt "Stimmgabe erfunden von Shore". Richtig müsste es heißen: Stimmgabel.

Bei der Angabe Wilkinson fand ich leider keine Verbindung zur Rasierklinge!?

 


Der Zugang zur Applikation mag zunächst einfach erscheinen, denn das gefällige Erscheinungsbild und die vielfältigen navigatorischen Optionen fordern die spielerische Auseinandersetzung mit DDP geradezu heraus. Man merkt aber bald, dass bloßes Herumspielen bei einem komplexen Produkt wie diesem nicht allzu weit führt. Mit anderen Worten - auf die systematische Lektüre des Begleitbandes und das Ausprobieren der dort angeführten Beispiele kann man nicht verzichten.

 
Rezension
Auszug

Otto Oberhauser & Ulrike Krabo, Wien
Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen & Bibliothekare, 64 (2011), S. 379-382

     

 

 

 

Wünsche

Vorschläge

Ideen

 


Habe mir den digitalen Peters zugelegt (nachdem ich den "analogen" schon hatte). Hätte allerdings ein paar Fragen (und/oder Anregungen für spätere Versionen):
- Ist es möglich, eigene Einträge vorzunehmen? Würde z.B. gerne einige Personen, Werke, Ereignisse aufnehmen (bin hauptsächlich im kulturellen Bereich unterwegs und da fehlt mir doch der ein oder andere Eintrag - bzw. die Darstellung in der Übersicht...).
- Ist es möglich, eigene Verbindungen zwischen Personen / Werken etc. zu erstellen? (habe Erfahrungen mit Datenbank und CMS-Systemen, konnte mich aber noch nicht eingehend mit dem Programm befassen und möchte es mir natürlich nicht zerschießen - wenn es keine vorgesehene Möglichkeit gibt, wäre ich auch dankbar für einen Hinweis auf eine ›inoffizielle‹ Lösung).
- Eine Anregung für eine spätere Version wäre die Möglichkeit, Einträge auszublenden, um für spezielle Recherchen eine übersichtlichere Darstellung zu bekommen (z.B. ›blende alle Kulturschaffenden aus‹ oder alle Ereignisse, die in Kategorie xyz fallen....).

Auf alle Fälle: Danke für dieses umfassende Werk, der erste Eindruck ist super!
 

 


Die DVD zeigt sich dabei schlicht: Videos gibt es gar nicht, Fotos sind zurückhaltend eingesetzt, der Spaß findet hier auf einer intellektuellen Ebene statt: Die Nutzer bekommen Ideen, Sichtweisen und immer neue Anfänge in die Hand: Die Dichte der Aha-Effekte pro Minute ist beeindruckend. (...)

Das kleine Wiesbadener "Büro W" von Hans Rudolf Behrendt, Thomas Burch und Martin Weinmann hat eine gute, wichtige, nicht zu unterschätzende Arbeit abgeliefert. Der „Digitale Peters“ ist mit dem Attribut „grandios“ geradezu sachlich beschrieben. Er bietet Jugendlichen und Erwachsenen, Laien und Wissenschaftlern zahllose Möglichkeiten, sich die Weltgeschichte zu erschließen. Er veranschaulicht das Faszinierende dieses immer noch konfusen Weges der Menschheit, dieser Aneinanderreihung von Sackgassen und vor allem der großen Themen, die sich in allen Jahrhunderten wieder finden.

Auch wenn das Medium „DVD-ROM“ schon heute anmutet wie ein Fossil - für die Installation dieses Werkes sollte man sich ein Laufwerk ausleihen.

 

 

 


 


Rezension
Auszug
 
Frank Schlößer, Weltgeschichte ganzheitlich, 21.7.2012, Internetzeitung für die Hansestadt das-ist-rostock.de

  

 

Irrtümer aufklären

 


Seit Kurzem bin ich glücklicher Besitzer des ›Digitalen Peters‹. Als geschichtsinteressierter Benutzer freue ich mich über dieses tolle Programm und staune jedes Mal über die Fülle des dargebotenen Materials. Allerdings ist mir bei der ersten ›Sitzung‹ gleich ein Fehler aufgefallen: Das Geburtsjahr Karls des Großen ist im Artikel mit 742 angegeben, das richtige Geburtsjahr ist aber 747, was an einer Stelle im Begleitbuch auch so steht. Bitte klären Sie mich in einer Antwort-Mail auf!

Sollte das der einzige Fehler sein, werde ich weiter ein begeisternder Nutzer des ›Digitalen Peters‹ sein, ein großartiges Werk!

 


Abschließend ein Wort zum Preis. Rund 90 Euro mag auf den ersten Blick hoch erscheinen (insbesondere für Studenten und Privatpersonen). Bedenkt man aber, dass man dafür neben der Materialfülle deren digitale Aufbereitung erhält, einschließlich einer interaktiven Anwendungssoftware sowie eines attraktiven Hardcover-Begleitbandes, so kann wohl von 'angemessen' gesprochen werden. Zum Vergleich: Wer heute noch die großformatige Buchausgabe von 2000 anschaffen möchte, wird bei Amazon-Marketplace fündig - allerdings nicht unter dem Doppelten des Preises der digitalen Ausgabe.

 
 
Rezension
Auszug

Otto Oberhauser & Ulrike Krabo, Wien
Mitteilungen der Vereinigung Österreichischer Bibliothekarinnen & Bibliothekare. 64 (2011), S. 379 -382
 
 

die Kunst des Hinhörens


Vielleicht kommt es ja einmal dazu, dass sich Nutzer organisieren/austauschen - im Sinne eines "Peters- Salon".

Falls ja, lassen Sie es mich netterweise wissen.

 


...  freue ich mich über eine neue Errungenschaft: den Digitalen Peters. Ich kenne kein anderes Werk, mit dem ich mir so schnell und einfach einen inspirierenden Überblick über einen historischen Zeitabschnitt verschaffen kann. Entscheidende Ereignisse, Entwicklungen und Persönlichkeiten für jedes Jahr, Jahrzehnt oder Jahrhundert, dargestellt als Karte der Zeit, die mir den Weg in die Vergangenheit weist. Ein großartiger und weiterführender Einstieg in die Erforschung jeder Epoche.

 
 

Empfehlung, Blog
Auszug
 
Martha Sophie Marcus
12.5.2010, Marthas Schreibtisch, Blog

     

 

 

 

 



Die meisten meiner Ideen gehörten ursprünglich anderen Leuten, die sich nicht die Mühe gemacht haben, sie weiterzuentwickeln.
Thomas Edison

 


 


Nachdem Zweitausendeins nun endlich mein vorbestelltes DDP-Exemplar ausgeliefert hat, habe ich einen ersten "Probetag" verbracht. Eine schöne Idee, den Peters zu digitalisieren.

Allerdings darf ich doch folgende Anmerkungen machen:
- Benutzeroberfläche und Navigation sind deutlich zu verspielt und dadurch unnötig kompliziert.
- Es fehlt jede Form einer kontextsensitiven Hilfe. Auch eine allgemeine Anleitung ist nicht in die Software integriert, nicht mal als PDF. Selbst wenn es nur das Buch als PDF gäbe, wäre es hilfreich. Jedenfalls habe ich nicht immer so ein umständliches Begleitbuch dabei, wenn ich am PC sitze...
 - 7 GB als Festplatteninstallation mag nicht jeder. Üblich wäre es, als Option nur die Software installieren zu können, um dann die Daten via DVD zur Benutzung bereitzustellen.
- Die Volltextsuche ist sehr langsam, auch auf aktuellen Geräten. Was verwenden Sie denn da für einen Index?
- Mir fehlt eine Zoomfunktion, um in der Karte reinzuzoomen, so dass auch einzelne kleine Einträge ohne "mouse over" lesbar sind. Ideal fände ich die Integration des Mausrads als Zoom-Controller.
- Alle Karteikartenscans als einzelne JPG-Files zu speichern ist sehr ineffizient.
- Nett wären Hyperlinks zu Wikipediaartikeln bei einzelnen Schlagworten. Eine einfache Kontextfunktion ("suche bei Wiki" / "suche bei Google"), welche dann ein entsprechendes Browserfenster öffnet, kann man leicht integrieren.

Ich bin gespannt, ob das Projekt noch weiter entwickelt wird.

 


Später versuchte sich Peters noch an einer eigenen Geschichtstheorie und richtete seine Kritik zum einen auf lineare Deutungen historischer Prozesse, die sich in Periodisierungen wie Altertum, Mittelalter und Neuzeit ausdrücken. In diesem Zusammenhang ging Peters auch auf Distanz zum marxistischen Metanarrativ, da Periodeneinteilungen in Sklaverei, Feudalismus und Kapitalismus gleichfalls eine lineare, ungebrochene und teleologisch anmutende Aufwärtsentwicklung vortäuschten. (...) Im Problem der Überlagerungen von Prozessen unterschiedlicher Dauer (...) lassen sich die Ansätze von Peters durchaus in der Perspektive Reinhart Kosellecks diskutieren. ...

Bei aller Unausgereiftheit seiner theoretischen Überlegungen motivierte das Problem, Weltgeschichte angemessen darzustellen, Peters über mehrere Jahrzehnte zu intensiver Arbeit an seiner Kreuzung von historischem Lexikon und synchronistischen Tafeln, der bis heute nichts Vergleichbares zur Seite steht. Auch ist nach wie vor der politisch-pädagogische Auftrag einer gleichberechtigten Darstellung der verschiedenen historischen Räume und Körper sowie der sich in der 'Weltgeschichte' verbergende didaktische Auftrag an das historische Lernen aktuell.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Leitrezension
Auszug

    

Stefan Müller, Visualisierte Weltgeschichte, marxistisch-alternativ. Leitrezension 
In: geschichte für heute, 3 (2011)